Eine Voraussetzung ist fast immer gegeben, wenn es zu einer Kehlkopfentzündung (Laryngitis) kommt: die virale Infektion der oberen Atemwege von Nase und Rachen. Das bedeutet, dass eine akute Laryngitis meistens im Rahmen einer Erkältung auftritt, wenn die Infektion im Rachen nach unten wandert und eine Entzündung der Kehlkopfschleimhaut hervorruft. Daher verläuft die Laryngitis auch durchaus parallel zu einer Rachenentzündung und tritt häufiger in der kalten Jahreszeit auf.

Die Übertragung passiert – wie bei Erkältungen – über Tröpfchen- oder Schmierinfektion, das heißt, die Erreger werden eingeatmet oder gelangen über Hautkontakt in die Schleimhäute. Seltener wird eine Kehlkopfentzündung durch zusätzliche Bakterien (Superinfektion) oder ausschließlich von bakteriellen Erregern ausgelöst. In diesem Fall ist eine ärztliche Überwachung sowie in den meisten Fällen die Gabe von Antibiotika notwendig. Sie kann sogar auch durch Überbeanspruchung entstehen, wobei sich dann eher ein nicht entzündlicher Reizzustand zeigt. 
 

Eine leichte Laryngitis lässt sich in der Regel selbst auskurieren, vor allem durch Schonung der Stimme, die üblicherweise von Heiserkeit betroffen ist. 

Bei Kindern kann im Zusammenhang mit einer Kehlkopfentzündung ein sogenannter Pseudokrupp auftreten, bei dem der Kehlkopfausgang stark anschwillt – mit zum Teil bedrohlichen Hustenanfällen mit Atemproblemen. Vor allem Kinder zwischen sechs Monaten und fünf Jahren sind hiervon betroffen und gehören auf jeden Fall in ärztliche Behandlung. 

Chronisch wird eine Kehlkopfentzündung, wenn die Schleimhaut über lange Zeit Reizungen wie Alkohol, Nikotin oder prinzipiell schädlichen Umwelteinflüssen über die Atemluft ausgesetzt ist. Das Gewebe an Kehlkopf und Stimmlippen schwillt dann nicht nur an, sondern kann sogar verhornen, was zu dauerhafter Heiserkeit und vermehrter Schleimbildung führen kann. Grundsätzlich sollten Menschen, die länger als drei Wochen heiser sind, zur Abklärung ihren Arzt aufsuchen. 

Wie fühlt sich eine Kehlkopfentzündung an?

Das Hauptmerkmal einer Kehlkopfentzündung ist Heiserkeit, die bis zum völligen Verlust der Stimme führen kann. Ursache hierfür sind die entzündeten, geschwollenen Stimmbänder. Weitere Symptome sind Halsschmerzen und Schluckbeschwerden sowie ein trockener, bellender Husten. Es können auch Beschwerden beim Atmen auftreten.

Was kann man gegen eine Kehlkopfentzündung machen?

Mit einigen unterstützenden Maß­nahmen lässt sich eine normale Laryngitis in den meisten Fällen gut selbst in den Griff kriegen. 

Wichtig ist, die Stimme zu schonen und die Schleimhäute feucht zu halten, damit die Erreger besser bekämpft werden können.

  • Unbedingt die Stimme schonen, nicht flüstern
  • Raumluft feucht halten (feuchte Tücher auf Heizung, Raumluftbefeuchter, Stoßlüften)
  • Viel trinken, am besten warmen Tee
  • Inhalationen mit Salzlösung oder Salbei
  • Halswickel
  • Nicht rauchen

Welche Medikamente helfen bei einer Kehlkopfentzündung?

Bei einer akuten Laryngitis können schleimlösende und entzündungshemmende Medikamente eingenommen werden, um den Heilungsprozess zusätzlich zu unterstützen. Hier kann der Arzt oder Apotheker hilfreiche Empfehlungen geben. Letztendlich heilt die virale Infektion aber vor allem durch das körpereigene Immunsystem aus.

Wie lange dauert es, bis eine Kehlkopfentzündung abgeheilt ist?

Je disziplinierter Menschen mit einer Kehlkopfentzündung ihre Stimme schonen, desto größer sind die Chancen, dass sie schnell abklingt: Normalerweise sollte das nach einigen Tagen passieren. Auch dann ist es dennoch ratsam, die Stimme erst wieder allmählich normal zu beanspruchen, um die nach wie vor gereizten Stimmbänder nicht direkt wieder zu überfordern.

Wie lange dauert die Heiserkeit bei einer Kehlkopfentzündung?

Im Regelfall sollte sich die Heiserkeit bei einer akuten Laryngitis binnen weniger Tage wieder legen. Hält sie länger als zwei Wochen an, sollten Betroffene zur Abklärung zum Arzt gehen.

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  • Mandel­entzündung

    Geschwollene Gaumenmandeln, eitriger Belag und Fieber: Darum sollte eine Mandelentzündung ärztlich behandelt werden.

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